Forschungsbereich: Mikro-invasive Therapie mittels Kariesinfiltration

Um das Voranschreiten nicht-kavitierter kariöser Läsionen zu verhindern oder zu verlangsamen, sind mikro-invasive Maßnahmen wie Kariesversiegelung oder Kariesinfiltration indiziert. Letztere Technik wurde maßgeblich in unserer Klinik entwickelt, die Weiterentwicklung der Kariesinfiltration wird seit 2006 durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft gefördert (PA 1508/1-1,1-2,1-3).

Bei der Kariesinfiltration wird eine Schmelzkaries, z.B. zwischen den Zähnen oder auch nach festsitzender kieferorthopädischer Therapie auf den sichtbaren Außenflächen der Zähne, konditioniert und anschließend mit einem dünnfließenden Kunststoff (einem sogenannten Infiltranten) durchdrungen („infiltriert“). Dadurch wird ein Voranschreiten der Karies verhindert und – im sichtbaren Bereich – auch oftmals das ästhetische Erscheinungsbild des Zahnes verbessert.

 

Folgende Aspekte sind für uns von Interesse:

  • Klinische Erprobung der Wirksamkeit der Kariesinfiltrationstechnik in der zahnärztlichen Praxis
  • Weiterentwicklung der Kariesinfiltrationstechnik:
    • Verbreiterung des Indikationsspektrums
    • Erhöhung der Sicherheit der Infiltration)
  • Mikro-invasive Therapie aus Sicht der Versorgungsforschung

 

Dazu nutzen wir folgende Methoden:

  • Konfokale Laser-Rastermikroskopie (CLSM)
  • Transversale Mikroradiographie (TMR) und Transversale Wellenlängenunabhängige Mikroradiografie (T-WIM)
  • In-situ-Studien und klinische Studien
  • Kosten-Nutzen-Simulationsstudien
  • Systematische Reviews, Meta-, Netzwerkmetaanalysen zur mikro-invasiven Kariestherapie